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Die Tradition der Optik auf Schloss Plön

Das 17. Jahrhundert war das Jahrhundert der Optik. Um 1600 wurde von Brillenmachern das Mikroskop erfunden, ebenso das Teleskop. Beide Innovationen wurden Zug um Zug verbessert. Die "Optica", die "Sehekunst", wurde zu einer Art Leitwissenschaft der Epoche, da die Philosophie nach der Möglichkeit von Wahrnehmung und Erkenntnis fragte (Descartes). Auch der Plöner Herzog nahm an diesen wissenschaftlichen Debatten lebhaften Anteil. Auf seine Ausbildung wurde hoher Wert gelegt. Vor Akademien und Universitäten hielt er lateinische Vorträge.

Joachim Ernst war Begründer der Plöner Fürstenbibliothek, die seine Nachfolger weiter ausbauten. Die Bibliothek wurde nach dem Tod des letzten Plöner Herzogs Friedrich Carl versteigert (1763). In der an 10.000 Bände umfassenden Bibliothek fanden sich bedeutende Bücher. Besonders bemerkenswert ist der Anteil der Physik und Optik. Auf dem Plöner Schloss befanden sich die optischen Schriften von Galilei, Descartes, Huygens, Newton etc. Man darf sagen, dass die Optik-Schriften des 17. Jahrhunderts fast ausnahmslos auf Schloss Plön vorhanden waren, zudem auch zahlreiche deutsche, englische und französische handwerklich-mechanische Schriften, unter anderen con Chrstian Gottlieb Hertel: "Vollständige Anweisung zum Glasschleifen, Wie auch zur Verfertigung derer optischer Maschinen."(1716).

Seit Joachim Ernst befassten sich alle Plöner Herzöge mit Fragen der Optik, unternahmen praktische Versuche mit Sehhilfen und schliffen selbst Linsen zum eigenen Gebrauch für die „Mathematischen und Philosophischen Erquickstunden“, wie ein Lehrwerk des Barockautors Harsdörffer (1651) heißt, das mehrbändig in der Plöner Bibliothek vorhanden war.

In dieses Bild der regen Beschäftigung mit der Optik fügt es sich gut, dass einer der wohl bedeutendsten Glastechnologen Europas des Barock-Zeitalters aus dem Herzogtum Plön stammt: Johann Kunckel (1630-1703). Er war der Erfinder des Rubinglases (Goldrubin) und leitete die Glashütte des brandenburgischen Großen Kurfürsten auf der Potsdamer Pfaueninsel. Sein 1679 erschienenes Buch "Ars vitraria oder vollkommene Glasmacher-Kunst" war bis weit ins 18. Jahrhundert maßgebend. Die Wirkung Kunckels in seiner Zeit lässt sich nur mit der Glasrevolution der Zeiss, Abbe und Schott in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts vergleichen.

Herzogliche Prunkräume

Herzog Friedrich Carl (1706 - 1761) und die Frauen

Die Tradition der Optik auf Schloss Plön

Herzogliche Kapelle

1704: Schicksalsjahr des Plöner Herzogtums

Recht und Ordnung bei Hofe

Spuren mittelalterlicher Burganlagen