Logo Akademie Schloss Plön

 


Startseite

Fielmann Akademie

Schloss Plön


Kontakt

Anfahrt

Sitemap

Impressum

Datenschutz


 

1704: Schicksalsjahr des Plöner Herzogtums

Im September 2002 wurden in der Schlosskirche die Grabplatten von Herzog Johann Adolf von Schleswig-Holstein-Sonderburg Plön (1634-1704) und seines Sohnes, Erbprinz Adolf August (1680-1704) gefunden. Adolf August starb drei Tage vor seinem Vater an den Folgen eines Reitunfalls. Als auch noch zwei Jahre später dessen kleiner Sohn verstarb, erlosch die direkte Linie der Plöner Herzöge.

Bei dem Abbruch des Fußbodens in der Kapelle des Plöner Schlosses entdeckten Bauarbeiter in 50 cm Tiefe zwei Grabplatten. 1912 beschrieb der als Erzieher im Schloss angestellte Oberleutnant von Wattenberg in „Schloss Plön - Bilder aus der Vergangenheit und Gegenwart“ die Lage der beiden Platten am Mittelflügel. Danach verlieren sich die Spuren. Bei Übernahme des Schlosses durch die Fielmann Akademie glaubte man die Grabplatten verloren oder zerstört.

Der Fund ist von großer Bedeutung für die Landesgeschichte Schleswig-Holsteins. Johann Adolf von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Plön gilt als der populärste der fünf Plöner Herzöge. Er wurde bekannt durch die erfolgreiche Teilnahme an zahlreichen Feldzügen, vor allem unter der Flagge des Hauses Habsburg. Johann Adolfs Siege auf den europäischen Schlachtfeldern trugen ihm den Ruf ein, „kugelfest“ und unverwundbar zu sein. Außerdem glaubte man, der Herzog könne seine Soldaten in Nebel hüllen oder auf andere Weise unsichtbar machen. Aufgrund seiner alchimistischen Studien sagte man ihm Zauberkraft nach: Selbst den Teufel soll er betrogen haben.

Während seiner Regierungszeit wurden in Plön französische Glaubensflüchtlinge und holländische Kolonisten angesiedelt, die der Stadt zu wirtschaftlichem Aufschwung verhelfen sollten.

Obwohl Herzog Johann Adolf das Herzogtum wirtschaftlich in den Ruin trieb und sich so gut wie nie in Plön aufhielt, war er der populärste Plöner Landesherr.

Johann Adolf lehnte eine Bestattung in der Familiengruft des Schlosses ab. In betonter Einfachheit ordnete er die Beisetzung im Erdgrab an. Dieses befand sich in der Schlosskirche, vor dem Hauptpfeiler in Richtung Osten. Die Gräber von Herzog Johann Adolf und Erbprinz Adolf August wurden jeweils mit einer schweren Steintafel bedeckt.

Herzogliche Prunkräume

Herzog Friedrich Carl (1706 - 1761) und die Frauen

Die Tradition der Optik auf Schloss Plön

Herzogliche Kapelle

1704: Schicksalsjahr des Plöner Herzogtums

Recht und Ordnung bei Hofe

Spuren mittelalterlicher Burganlagen